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Japanischer Grüntee
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Japanischer Grüntee
Der Tee verbreitete sich in Japan, nachdem
er im 8. Jahrhundert durch buddhistische Mönche von China auf die Insel
gelangte. Der erste Teegarten wurde an Japans größtem See, dem Biwa-ko,
angelegt. In Japan werden nahezu ausschließlich Grüntees produziert. Das
Hauptanbaugebiet Japans befindet sich in der Provinz Shizuoka ? in der
Nähe von Tokio.
In Japan wird der Tee überhaupt nicht
fermentiert. Das Blattgut wird unmittelbar nach Anlieferung in der
Teefabrik, die meistens direkt auf der Plantage liegt, einer
Wasserdampfbehandlung unterzogen. Diesen Prozess nennt man steaming. Durch
das steaming werden die Blattenzyme inaktiviert, wodurch die grüne
Blattfarbe fixiert wird. Je nach Tee-Sorte werden die Blätter
anschließend gerollt, was entweder per Hand oder maschinell geschieht.
Danach wird das Blattgut getrocknet, um den Wassergehalt zu senken.
Ca. 3% der Welt-Teeproduktion entfällt
auf Japan ? der Hauptertrag verbleibt im eigenen Land zum Eigenkonsum
der Japaner. Für Grüntees aus Japan gilt: Je dunkelgrüner die
Teeblätter, desto höher die Qualität. Dies gilt für Bancha, Sencha und
Gyokuro.
Der zubereitete japanische Grüntee
zeichnet sich durch seinen zitronengelben bis grünlichen Aufguss aus -
der ungeübte Teetrinker wird eine Weile brauchen, um sich seine
Geschmackswelt zu erschließen. Ist dann aber der Schlüssel für
japanische Grüntees gefunden, wird man belohnt mit außergewöhnlichem
Nuancenreichtum, animierender Frische, leuchtender Tasse oder einfach
durch die Handwerkskunst der zu Blumen gebundenen Teeblätter. Grüner Tee
aus Japan enthält Vitamine und Spuren wichtiger Mineralien. Der Anteil an
Tein wirkt direkter und anregender als bei schwarzem Tee. Ob jedoch eher
die gesund ausgleichende Wirkung des hohen Gerbstoffgehaltes überwiegt,
bestimmt die Zubereitungsweise.
Japanische Grüntees enthalten im
Vergleich zu chinesischen Oolong-Tees, die für ihre hohen Mineralgehalte
bekannt sind, nach 100%igem Wasserentzug drei mal mehr Minerale. Außerdem
haben Japanische Grüntees keine Kalorien, was das Trinken der Grüntees
zu einer durch und durch gesunden Angelegenheit macht.
Wir im Hause legen besonderen Wert auf die
Qualität unserer japanischen Grüntees und sind stets bemüht, Ihnen nur
die besten Tees anzubieten. In unserem Sortiment finden Sie eine Vielfalt
an japanischen Grüntees. Einige hiervon stellen wir Ihnen in der heutigen
Ausgabe von informiert genauer vor:
Japan Sencha
Sencha ist heutzutage die meistgetrunkene
Teesorte in Japan. In Preis und Qualität bietet Sencha ein breit
gefächertes Angebot.
Das Wachsen der Teeknospe beginnt im April,
die Blätter sind im Juli ausgereift. Sofort nach der Ernte werden die
Blätter gedämpft, gerollt und dann so lange getrocknet, bis sie wie
grüne Nadeln aussehen. Durch Dämpfen wird eine Fermentation des Blattes
verhindert und der natürliche Geschmack des Sencha konserviert. Das
Teeblatt des Sencha ergibt einen ausgezeichneten Tee mit einem Hauch von
Süße, feiner Bitterkeit und frischem Grün. Im Aufguss hat der Japan
Sencha eine hellgrüne Farbe. für den feinsten Geschmack gießen Sie den
Sencha mit auf 75°C abgekühlten Wasser auf und lassen ihn nicht länger
als 2 ½ Minuten ziehen.
Japan Bancha
Der Bancha ist ein leichter japanischer
Grüntee, der gut als Alltagstee und für Grüntee-Einsteiger geeignet
ist. Durch seinen hohen Kalziumgehalt und die geringe Menge an Tein ist er
auch für Jugendliche und Kinder geeignet. Genau genommen ist der Bancha
ein Sencha zweiter Wahl. Nach dem Ende der Sencha-Ernte werden die
größeren, dickeren und mit härteren Fasern versehenen Blätter für den
Bancha gepflückt. Wie empfehlen, unseren Japan Bancha mit 75° C bis
80°C heißem Wasser aufzugießen. Der fertige Aufguss ähnelt sehr einem
japanischen Sencha.
Japan Genmaicha
Genmaicha wird aus Bancha, Popcorn und
geröstetem Reis hergestellt und besticht durch einen ungewöhnlich
ausgefallenem Geschmack, der leicht karamell-artige Anflüge besitzt sowie
ein wohlriechendes Aroma. Eine Spezialität mit zart-süßem Geschmack und
leichter Röstnote. Es erwartet Sie ein heller Aufguss, der an frisch
gepresste Limetten erinnert. Durch seine süßliche Note eignet sich
Genmaicha auch ideal als Tee für Jugendliche und als Tee für kleine
Tee-Desserts wie z.B. Tee-Pralinen oder Tee-Plätzchen.
Japan Gyokuro
Gyokuro bedeutet übersetzt ?Edle
Tautropfen? und ist mit Abstand die beste Teesorte, die in Japan
produziert wird. Man wählt diese Teesorte meist zu bestimmten Anlässen,
um seinen Gästen eine besondere Ehre zu erweisen. Der Gyokuro ähnelt im
Aussehen einem hochwertigen Sencha, doch die Blattfarbe ist ein tieferes,
fast schwarzes Grün. Die einzelnen Blätter sind zudem etwas dicker als
die des Sencha. Gyokuro besticht durch seinen kräftigen, aber mit wenigen
Bitterstoffen versehenen Geschmack und seiner süßlichen Note. Diese
Rarität wird im Schatten gepflanzt. Einige Wochen vor dem Pflücken
werden leichte Strohmatten über die Sträucher gelegt, damit noch weniger
Sonnenschein auf die Teeblätter gelangt. Zweck dieses Aufwandes ist die
Bildung von besonders viel Chlorophyll in den Blättern. Die Pflanze
versucht dadurch, aus dem wenigen Licht, das zu ihr vordringt, ausreichend
Kraft für ihr Wachstum zu ziehen. Ende April ? Anfang Mai werden die
ersten Triebe/Blattknospen des Teestrauches für die Herstellung des
Gyokuro geerntet.
Japan Matcha
Matcha ist der Tee, der zur Teezeremonie
verwendet wird. Er wird hergestellt durch das Mahlen getrockneter, feiner
Teeblätter zu einem puderähnlichen Pulver. Die Teeblätter, die für den
Matcha verwendet werden, lässt man wie beim Gyokuro im Schatten wachsen.
Nach dem Dämpf- und Lufttrocknenprozess werden die Blätter klein
geschnitten und in Kühlräumen gelagert. Erst bei Bedarf werden die
Teeblätter in Steinmühlen zu feinstem Pulver gemahlen.
Um daraus Tee zuzubereiten, wird dieses
Grüntee-Pulver in einer Teeschale mit 60°C heißen Wasser übergossen
und mit Hilfe eines Matcha-Besens aus Bambus mit schnellen Bewegungen
umgerührt.
Um den Genuss der Japanischen Grüntees
genießen zu können, geben wir Ihnen hier noch ein paar kleine Tipps:
· Das Wasser sollten Sie auf 100°C
erhitzen es dann stehen und abkühlen lassen. Warmes Wasser oder Wasser,
das nicht voll durchgekocht wurde, beeinträchtigt die Qualität des Tees
genauso wie die Wahl des Wassers. Zu lange abgekochtes Wasser kann ebenso
das Aroma des Tees negativ beeinflussen. Nehmen Sie sich also bei der Wahl
des Wassers sowie bei der Zubereitung die nötige Ruhe, um einen
unvergesslichen Tee-Genuss zu erreichen.
· Japanischen Grüntee niemals mit
kochendem Wasser übergießen ? je teurer der Tee, desto kälter das
Wasser und länger die Ziehzeit!
· Lagern Sie Ihren Grüntee trocken,
denn Feuchtigkeit ist sein größter Feind. Eine kühle und dunkle
Lagerung wird empfohlen.
Zum Schluss noch eine kleine
Teeweisheit, die sich durchgesetzt hat:
Der erste Aufguss für den Geschmack
Der
zweite Aufguss für den Genuss
Der
dritte Aufguss für das Auge
Der
vierte Aufguss für die Entspannung
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