TEE-MAASS - Tee Wissen - Schwarztee

Schwarzer Tee - Der Klassiker unter den Tees

Schwarztee ist, in der westlichen Welt, der am meisten getrunkene Tee. Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland gelangt, ist er aus dem Teeangebot nicht mehr wegzudenken.

Schwarztee

Wer sich mit Tee auskennt, weiß das Schwarzer Tee so einiges drauf hat. Dieser stark fermentierte Tee begeisterte als Erstes die Engländer und so stiegen diese in den Handel der British East India Company mit ein. In britischen Teeplantagen in Indien, Sri Lanka und Afrika wurde dann der schwarze Tee gepflanzt, geerntet und produziert. In Deutschland kam das Getränk Ende des 19. Jahrhunderts an und schwarzer Tee ist bis heute der in der westlichen Welt am meisten getrunkene Tee. Nach Wasser und vor so manchem Softgetränk ist es in der Liste an "meist getrunkenen Getränken" ganz weit oben angesiedelt! Bis zu 26 Liter trinken die Deutschen im Jahr!

Schwarztee Sorten

Assam

Ein klassischer schwarzer Tee aus Indiens Region "Assam", der in der Regel aromatischer als grüner, weißer oder Oolong Tee ist und einen höheren Koffeingehalt enthält. Anfang des 19ten Jahrhunderts wurde der Assam in der Nähe des östlichen Himalayas Gebirges entdeckt und gelangte in den 20er Jahren des 19ten Jahrhunderts erstmals nach Europa. Der Assam der ersten Ernte, der sogenannte First Flush, hat Blätter die ein duftiges, erfrischendes und angenehm weiches Aroma.

Darjeeling

Der Champagner unter den Tees! Im Nordosten Indiens liegt die Stadt Darjeeling und rundherum liegen Teegärten die nur dort Darjeeling Tee anbauen. Stellen Sie sich vor, für 100 Gramm fertigen Tee benötigt man 2000 handgepflückte Teeblätter! Es gibt drei Erntezeitpunkte. Der First Flush erzeugt einen spritzig-frischen Tee mit blumigem Geschmack, der Second Flush überzeugt durch ein aromatisch vollmundiges Aroma und einen schönen Muskatgeschmack und die Blätter aus der Herbsternte zeigen ein mildes Aroma und einen würzigen Geschmack.

Ceylon

Ebenfalls ein Tee, der seinen Namen aus dem Anbaugebiet hat, welches heute allerdings Sri Lanka heißt. Ein Tee, der viele traditionelle Mischungen mit seinem herbem und würzigem Aroma bereichert.

Anbauregionen

Die Teepflanze wächst in mehr als 50 Ländern der Welt. Da lohnt es sich schon sich die größten und wichtigsten Anbaugebiete einmal genau anzusehen.

Indien - Darjeeling

Darjeeling, das Gebiet an den südlichen Hängen des Himalayas, ein Luftkurort im Norden Indiens. In ca. 800 bis 2500 Meter Höhe, bei kühlen Nächten und intensiven Sonnenstrahlen am Tag, liegen ca. 80 Teegärten. Hier oben kann der Monsunregen niederprasseln oder liebliche Nebenschwaden aus den Feldern aufsteigen. All diese Faktoren lassen hier Tee wachsen, der durch seine besonderen und edlen Noten und Aromen besticht. Nicht umsonst wird er auch der "Champagner unter den Tees" genannt.

Indien - Assam, Dooars

Assam, die feucht heiße Hochebene und eines der regenreichsten Gebiete der Welt ist auch das größte zusammenhängende Tee-Anbaugebiet der Welt. Durch das 600 Kilometer lange Gebiet schlängelt sich der Fluss Brahmaputra, der den Monsunregen davon trägt. Hier lassen extreme Luftfeuchtigkeit und tropische Hitze die Pflanzen besonders schnell wachsen. Das Gebiet wird in kleine Regionen unterteilt. Diese sind Hatimara, Borengajuli, Sockieting, Kondoli und Hunwal. Heute zählt man in Assam ca. 2000 Teeplantagen auf Höhen zwischen 300 und 800 Metern.

Nepal

Das kleine frühere Königreich befindet sich oberhalb Indiens im Himalaja. Hier wächst die Teepflanze in schönen Hochlagen und erinnert manchmal an Second Flush Darjeelings, aromatisch und voll.
Erntezeiten:
Die Haupterntezeit entsprechen etwa denen des Darjeelinggebietes.

Sri Lanka - Ceylon

1972 wurde aus der Insel Ceylon die Republik Sri Lanka. Aber der Tee, der heißt immer noch Ceylon. Aus dem Inselstaat Sri Lanka kommt Tee, der erst seit knapp 100 Jahren dort angebaut wird. Drei Regionen zwischen Höhen von 500 bis 1500 Metern bringen hochwertigen Tee hervor: UWA im Osten, Dimbula im Westen des ceylonesischen Hochlandes und mitten drin, direkt unterhalb des Adams Peak; Nuwara-Eliya. Hier gibt es unterschiedliche geografische Lagen, weshalb hier nicht nur auf das Anbaugebiet geachtet wird, sondern auch auf die Anbauhöhe. Lowgrown steht für Plantagen zwischen 0 und 650 Metern, Mediumgrown für Teegärten zwischen 650 und 1300 Metern und Highgrown trifft auf jeden Tee zu der oberhalb von 1300 Metern wuchs. Die begehrtesten Tees sind die Highgrown-Tees aus den Regionen Dimbula, Nuwara Eliya und Uwa.

China

Der Ursprung des Tees liegt in China. Falls Sie in China nach schwarzem Tee suchen, suchen Sie lange. Denn hier ist dieser Tee nur als Roter Tee (Hong cha) bekannt. Der Chinese gab dem Tee den Namen passend zum Aufguss, nicht zur Farbe des getrockneten Blattes. Und die chinesische Teekultur birgt jahrtausendealte Tradition und hat sich bis heute nicht von seinem besonderen Platz verdrängen lassen.

Wenn man sich dann der Vielzahl an chinesischen Tees widmet, werden einem ihre Unterschiede und ihre lange Geschichte erst richtig bewusst. Aus den zahlreichen Bergprovinzen Zentral- und Südchinas kommen diverse Teesorten. Zu den klassischen und bedeutendsten Anbaugebieten gehören: Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi Zhuang, Guizhou, Hainan, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Shandong, Szechwan, Yunnan und Zhejiang.

Ein schönes Detail, das nur die chinesischen Tees zeigen, sind ihre Namen. Anders als bei indischen Tees, die nach ihrem Gartennamen benannt werden, geben die Chinesen ihren Tees fantastische und blumige Namen, die sich auf Geschmack, das Aussehen und den Anbauort beziehen. Ein paar Beispiele? Lung Ching bedeutet Drachenbrunnen, Pai Mu Tan ist die Weiße Pfingstrose und Ti Kuan Yin heißt Eisen Buddha. Fantastisch, oder nicht?

Anhui

Im Osten Chinas liegt die Provinz Anhui. Dort ist das Hügelland von Jianghuai und das Gebirge Dabieshan. Die bekanntesten Tees sind der Schwarze Tee aus Qimen (Keemun), der Grüne Tee aus Tunxi und der Grüne Mao Feng von den Hängen des Huangshan.

Fujian

Im Südosten Chinas liebt die Provinz Fujian. Dort befindet sich das Wuyi-Gebirge, welches ein UNESCO-Weltkulturerbe und Naturerbe ist. Diese Provinz ist Chinas größter Teeproduzent und dort werden viele bekannte Weiße, Grüne, Oolongs, Jasmin und Schwarze Tees angebaut.

Guangdong (Kanton)

Guangdong (Kanton) ist die südlichste Provinz des Festlandes und mit seinem tropischen und subtropischen Klima werden erfolgreich gute Schwarze Tees und Oolongs angebaut.

Provinz Yunnan

Yunnan ist eine Provinz Chinas in der Gegensätze aufeinander treffen. Hier findet man schneebedeckte Berge mit Hochgebirgsvegetation und Täler mit subtropischer bis tropischer Vegetation. Seit 1700 Jahren wird in diesem Gebiet Tee angebaut. Der berühmte Pu Erh Tee erhielt seinen Namen nach der in dieser Provinz liegenden Stadt Pu´er.

Provinz Zhejiang

Die Provinz Zhejiang liegt an der Küste zum Ostchinesischen Meer. Ihren Namen erhielt die Provinz von dem Fluss Zhe Jiang, der heue aber Qiantang-Fluss heißt. Das Gebiet ist bebirgig und von vielen Flüssen durchzogen. Hier wird seit der Tang-Dynastie am Westsee Xihu bei der Stadt Longjing der berühmte Long Ching Tee, auch bekannt als "Drachenbrunnentee", angebaut.

Wirkung von Schwarztee

Schwarzer Tee kann bei richtiger Zubereitung, aufgrund des enthaltenden Koffeins, anregend wirken und die Aufmerksamkeit einer Person fördern.
Der Körper nimmt dieses aber langsamer auf, als beim Kaffee. Der Grund dafür sind die Gerbstoffe, welche an das Koffein gebunden sind. Diese lösen sich bei Tee erst im Darm, daher der Verzug. Für Darm und Magen sind aber genau diese Gerbstoffe etwas sehr Positives, da sie hier beruhigende Wirkungen entfalten können.

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